Haltbarkeit von Rum
Wer nur gelegentlich Rum trinkt, fragt sich oft nach der Haltbarkeit. Ungeöffnet ist Rum wie andere hochprozentige Spirituosen nahezu unbegrenzt haltbar. Licht und Temperatur können die Qualität jedoch beeinflussen. Empfohlen wird eine dunkle, kühle Lagerung ohne Sonne, aber nicht im Kühlschrank.
Für geöffnete Flaschen gibt es kaum allgemeingültige Werte. Häufig wird empfohlen, den Rum innerhalb eines Jahres zu trinken. Beim wiederholten Öffnen gelangt Sauerstoff in die Flasche. Er kann Geschmack und Farbe verändern, macht den Rum aber nicht ungenießbar.
Bekannte Premium-Rums und schwache Rumsorten
Zu den Rums, die Kenner häufig nennen, gehören:
Pyrat Rum Cask 1623
Ein Blend, der laut Hersteller Rums mit bis zu 40 Jahren Reifezeit enthält und auf der Karibikinsel Anguilla abgefüllt wird.
Centenario Rum Solea 30 Anos Seleccion Premium
Ein limitierter Blend aus Costa Rica, der laut Hersteller 30 Jahre in ehemaligen Whiskyfässern aus Eiche reift.
Ron Matusalem Gran Reserva 15
Dieser Rum aus der Dominikanischen Republik wird von vielen Kennern geschätzt. Dieser Rum steht auf den Spitzenplätzen bei Geschmack und Qualität, erfreulicherweise jedoch nicht an gleicher Stelle in den Preislisten.
Zacapa 23
Eine Solera-Mischung aus Rums im Alter von 6 bis 23 Jahren. Die Zahl 23 gibt also kein Mindestalter an. Laut Hersteller reift der Rum in Guatemala auf rund 2.300 Metern Höhe. Verwendet werden Fässer, in denen zuvor American Whiskey, Sherry und Pedro-Ximénez-Weine lagerten.
Malecon Imperial 25
Dieser Rum wird in Panama nach kubanisch inspirierten Methoden hergestellt und reift 25 Jahre in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche. Ein hochwertiger Rum, der zumeist zu einem überzeugenden Preis-Leistungsverhältnis angeboten wird.
Schlechter Rum
Als schwach gelten vor allem Erzeugnisse auf Basis von Rum-Verschnitt. Hier müssen nur 5 % des Alkohols aus Rum stammen, der Rest ist meist Neutralalkohol, ergänzt um Wasser und Zucker. Fehlende Reifung und einfache Rohstoffe schmälern den Genuss deutlich. Ein Rum, der nur scharf schmeckt und brennt, gilt als minderwertig.
Diesen Produkten fehlt es an Aroma und Reife, auch für Mixgetränke sind sie eher ungeeignet.
Wer Rum nur aus diesem Bereich kennt, wird die Begeisterung von Rum-Liebhabern kaum teilen. Es lohnt sich aber, einen exzellenten Rum für sich zu entdecken und bewusst zu genießen.
Fazit
Gute Rum Sorten unterscheiden sich nach Rohstoff, Herkunft und Reifung, von klarem weißem Rum bis zu lange fassgereiften Blends. Karibik, Mittel- und Südamerika prägen dabei ganz unterschiedliche Stile. Am besten entdeckst Du die Aromen pur, in Ruhe und in Maßen.