Rum nach Herkunft sortiert.

Rum aus Jamaika

Mit Jamaika verbinden die meisten Menschen, in erster Linie den karibischen Flair und natürlich den jamaikanischen Rum. Nur die Wenigsten wissen, dass vor allem die Europäer für die Entstehung dieser Spirituose verantwortlich waren.

Denn erst sie brachten die Zuckerrohrpflanze, aus welcher der Rum gewonnen wird nach Jamaika. Durch das warme Klima gediehen diese dort prächtig und prägten bald das landschaftliche Bild des Inselstaats.

Rum aus Jamaika von Anfang an gut.

Dies hat sich bis heute kaum verändert. Da der jamaikanische Rum nicht nur weltweit sehr bekannt, sondern auch außerordentlich beliebt ist finden sich mittlerweile viel Rumerzeuger und Zuckerrohrplantagen, angesiedelt auf der Insel. Egal ob pur oder gemischt mit anderen Getränken erfreut sich jamaikanischer Rum, nach wie vor einer hohen Beliebtheit.

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Jamaika: die Heimat des Rums

Jamaika liegt südlich von Kuba und wurde erstmals von niemand geringerem als Christoph Columbus, im Jahr 1494 entdeckt. Grob 200 Jahre später wurde die Insel, damals noch unter dem Namen Santiago von den Engländern eingenommen. Trotz ihrer erklärten Unabhängigkeit im Jahr 1962 gehört sie bis heute zum britischen Commonwealth dazu.

Vor allem die wirtschaftliche Abhängigkeit spielt hier eine große Rolle. Das Landschaftsbild ist geprägt von steilen Küsten, ebenso wie von diversen Riffen um die Insel herum. Das Hinterland ist jedoch nur leicht hügelig. Besonders die flachen Ebenen eignen sich für die Landwirtschaft, unter anderem für das, für den jamaikanischen Rum so wichtige Zuckerrohr.

Das Klima unterstützt den Anbau, da es ausgesprochen ausgeglichen und gleichmäßig ist. Die durchschnittliche Temperatur liegt bei angenehmen 26 Grad Celsius. Der wärmste und der kälteste Monat des Jahres unterscheiden sich dabei nur um etwa drei Grad.

Die Herstellung von jamaikanischem Rum

Hergestellt werden kann sowohl heller, als auch und dunkler Rum. Die Grundlage dafür ist immer das Zuckerrohr. Auf den ersten Blick erscheint diese, für uns ungewohnte Pflanze wie eine Art Mischung aus Bambus und Gras. Das Zuckerrohr kann in nur einem Jahr eine Höhe von fast vier Metern erreichen. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereit geerntet zu werden. Wurde das Zuckerrohr geerntet, muss es nun gepresst werden, um den Zuckersirup zu erhalten.

Dieser wird, für den richtigen Geschmack anschließend mit Wasser verdünnt. Daraufhin fermentiert dieses Gemisch. Darunter versteht sich, dass die so genannte Melasse vergärt wird. Es bilden sich also Mikroorganismen, welche den Zucker aus der Flüssigkeit ziehen und Alkohol produzieren. Die Dauer dieses Vorgangs kann sehr unterschiedlich sein und den individuellen Geschmack des Endproduktes deutlich prägen. Im nächsten Schritt erfolgt die Destillation.

Durch ein Erhitzen in einem geschlossenen Behälter wird der Alkohol von der übrigen Flüssigkeit getrennt. Auch dieser, auf den ersten Blick so einfach wirkende Vorgang wird, letztendlich von jedem Hersteller unterschiedlich durchgeführt, um einen einzigartigen Geschmack zu kreieren. Während dem Destillationsprozess erhöht sich der Alkoholgehalt auf 60 bis 75 Prozent. Erst ab diesem Produktionsschritt ist das Getränk außerdem genießbar.

Der Geschmack kann jedoch durch eine Einlagerung noch erheblich verbessert werden. Dafür wird der jamaikanische Rum in Holzfässern für eine gewisse Zeit eingelagert. Der hohe Alkoholgehalt der Flüssigkeit greift das Holz an und sorgt für eine Abfärbung. Dadurch wird der Geschmack beeinflusst und es entsteht ein rauchiges Aroma, welches ein Qualitätsmerkmal darstellt. Denn je ausgeprägter es ist, desto länger wurde der Rum meist eingelagert und desto höher ist damit sein Preis, aber auch seine Qualität.

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Die unterschiedlichen Rumsorten

Wie bereits angesprochen gibt es hellen und dunklen Rum aus Jamaika. Die Herstellung des hellen Rums ist mit der Destillation abgeschlossen. Nach der Verpackung und Etikettierung kann er an die Kundschaft, für den Verzehr vertrieben werden. Diese Variante ist, gegenüber dem typischen braunen Rum jedoch eher selten. Einzig in den eigentlichen Herstellungsländern ist ein solcher Verbrauch normalerweise üblich.

Der braune Rum erhält seine Verfärbung durch das Einlagern in Holzfässern. Darin verbleibt er über mehrere Monate. Dabei wird die braune Farbe des Holzes auf die Flüssigkeit übertragen. Da es sich hierbei um eine Art Qualitätsmerkmal handelt wird der braune Rum nicht selten noch zusätzlich extra nachgefärbt, um ein optisch intensiveres Ergebnis zu erhalten. Brauner Rum wird, dank seines einzigartigen Aromas besonders gerne zum Mixen mit anderen Getränken verwendet und findet sich deshalb auch in vielen Cocktails. Durch die zeitaufwendige Einlagerung ist er jedoch auch dementsprechend teurer.

Der einzigartige Geschmack des jamaikanischen Rums

Der Geschmack des jamaikanischen Rums zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er normalerweise als sehr kräftig wahrgenommen wird. Seine Würzigkeit unterscheidet ihn deutlich von vergleichbaren Produkten, aus anderen Ländern und sorgt demnach für seinen einzigartigen Geschmack.

Ein Rum von guter Qualität zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er nicht als beißend oder übermäßig brennend empfunden werden darf. Es sollte möglich sein den Rum pur genießen zu können, also ohne jegliche Verdünnung durch ein Mischgetränk.

Auch die Reifung in den Holzfächern hinterlässt einen deutlichen Geschmack, der viel über die Qualität des Rums aussagt. Bekannte Hersteller von jamaikanischem Rum sind, unter anderem Amussen, Myers’s Rum oder Old Pascas. Die Bandbreite an Herstellern ist ebenso ausgeprägt, wie die unterschiedlichen Preisklassen und Qualitätsstufen.

Beitragsbild: woodypino

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